Fassadengestaltung Charité, Berlin
Das Bettenhochhaus, als stark sichtbare Dominante im Bezirk Mitte, bestimmt weiterhin den Ort der Charité im Stadtraum und ist Symbol für die Universitätsklinik, Lehr- und Forschungsstätte. Neben technischen Qualitäten der neuen Fassade geht es primär um die Angemessenheit des Ausdruckes des Bettenhochhauses im Stadtraum, bestehend aus einer Behandlungszone in den Sockelgeschossen EG-4.OG und den Bettenbereichen vom 5.OG-20.OG.
Der Behandlungsbereich vom EG-4.OG und der Bettenbereich vom 5.OG-20.OG wird in der Materialität differenziert, um die Maßstäblichkeit der historischen Gebäude im Campus aufzunehmen. Dies gelingt mit der feinen Gliederung von vertikalen Lisenen und differenzierten Ausfachungen.
Für das Bettenhochhaus ist eine der gleichen Maßstäblichkeiten entwickelte fein vernetzte Tektur mit leichten Differenzierungen vorgesehen. Durch die Zusammenfassung des Gesamtbaukörpers erhält das Hochhaus eine ausgewogene Proportion und ein Gleichgewicht. Mit der hellen und mit einem hohen Reflexionsgrad ausgeführten Fassadenoberfläche erhält das dominante Hochhaus einen veränderten Ausdruck - es ist keine dunkle Bettenburg mehr. Ein behütetes Haus mit Symbolkraft für die Stadt, für die Institution Charité und ihre Patienten.
Die Fensterelemente sind als Kastenfenster mit sehr guten Schallschutzeigenschaften ausgebildet, sie bieten die Möglichkeit der natürlichen Lüftung und durch den integrierten, hinterlüfteten transluzenten Sonnenschutz auch thermische Vorteile. Die Montage der vorgefertigten Elemente kann von oben nach unten erfolgen, bei den geschlossenen Wandscheiben von dem für die Sanierung erforderlichen Gerüst.
Wettbewerb 2012, 1. Preis mit Schweger Architekten
Realisierung in 2015-2016
BGF: 26.900 qm
Bauherr: Charité Universitätsmedizin Berlin